Stammrundentastings

71. regulars-Treffen

11. Juli 2020, »Frysk Hynder aus’m Geneverfass«, bei Joschie in Leer

Moin ihr,
es tat uns unglaublich wohl, sich nach mehr als vier Monaten COVID-19-bedingter ‚Fernbeziehung‘ endlich wieder mit der Stammrunde um einen Tisch versammeln zu können. 🙂

Joschie hatte nach Leer geladen und eine handvoll hochmotivierter Leistungsgenießer verbrachte einen traumhaften Abend mit tollen Drams, unterbrochen von einer mit Liebe zusammengestellten Stärkung.

Der Abend sollte jedoch mit einem ‚OH NEIN!‘-Moment beginnen: hatte uns beim Stammrundentasting im vergangenen März ein bodenlos grauenvoller Schnaps des Namens ‚Frysk Hynder‘ (siehe Die Sache mit der 94) Angst und Schrecken versetzt, so leitete Joschie den gestrigen Abend damit ein, dass dieser Fehleindruck einer ansonsten tollen Destille doch dringlichst gerade gerückt gehörte, weshalb wir im ersten Block nun vier (!) Frysk Hynder (!!) verschiedenster Reifungsstile in die Gläser bekämen – beginnend mit einem Dram gereift in einem mit Genever infusionierten Fass . Untertassengroß aufgerissene Augen, nacktes Entsetzen in den Augen, eisige Stille in einem plötzlich gelähmten Rund. Die Pein dauerte einige Sekunden an, bis Joschie den Gag als solchen auflöste und uns unserer Schockstarre enthob.

Gott sei Dank durften wir uns dann an wirklich liebevoll ausgewählten und zusammengestellten Drams gütlich tun:

Glenlivet 2007 SV
Chivas Brothers OLDEST and FINEST
Glenkinchie 20-year-old
Glenfarclas 25-year-old

Der besondere 25er-Glenfarclas beeindruckte hier wohl am Meisten – und überführte uns in die obligatorische Halbzeitpause, nach der nochmal vier Drams folgen sollten.

Mackmyra Bark
Longrow 2007 CA
Bowmore Feis Ile 2016
Laphroaig Cask Strength

Alles wollte schmecken, alles machte Spaß – der Abend war wunderschön. Das Hütchen für den besten Whisky des Abends bekam der Bowmore übergestülpt – was für eine geniale Kombination aus hochaktivem, süßen Holz und wohldosiertem Oloroso-Einfluss mit dem rauchigen Bowie-Spirit. Sagenhaft!

Dank ging und geht an Joschie – der uns damit jedoch nicht entließ sondern beginnend mit einem Kavalan Solist Vinho Barrique und dann noch einem Tropfen hier, einem Tropfen dort, in die hochgeliebte Post Show überleitete, die irgendwann Richtung Mitternacht ihr Ende finden sollte.

Besten Dank für alles, das war ein Bombenabend – hoffen wir, dass der Rest der Welt es auf die Kette bekommt, sich weiterhin wo nötig schlicht konsequent ein verdammtes Stück Stoff vor den Kopf zu binden und wir uns im September wiedersehen können!

Einen schönen Sonntag Euch,
Seb und die regulars

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