Raritätentastings

53. regulars-Treffen /
Fèis-Ìle-2017-Tasting

11. November 2017, »Retrospektive Fèis Ìle 2017«, bei ted.striker in Leer

Moin ihr,
nicht vieles macht so viel Freude wie weitgereiste, „neue“ Gäste in den Programmrahmen eines regulars-Tastings einzuführen. Perfekte Gelegenheit war der vergangene Samstag: das Tastingthema »Retrospektive Fèis Ìle 2017«. Mit dabei whisho (mit nur gut 50 km Anfahrt Lokalmatador) und die Dreier-Kombo Malt-Rafa aus Koblenz, Oktobull aus Boppard sowie mit dem Pokal für die weiteste Anreise zumindest in unseren Herzen geehrt yggr aus München.

Rafa ist Kummer bzw. unseren Budenzauber gewohnt, für die zwei Novizen begann der Abend jedoch mit einer amtlichen Einführung in die komplexen Handlungabläufe einer normgerechten ostfriesischen Teezeremonie.
Sollten die beiden sich zukünftig mal Detailfragen wie „warum wird der Rahm gegen den Uhrzeigersinn am Tassenrand ausgebracht?“ oder „wie bemesse ich die ideale Tassenfüllhöhe?“ konfrontiert sehen, mache ich mir keine Sorgen um lehrbuchpräzise Antworten 😉 .

Nun ja, für Tee waren wir nicht zusammengetreten, deshalb wanderte das Geraffel nach einem Stündchen vom Tisch und wir stellten uns dem Lineup des Abends.

Oh nein, halt, taten wir nicht!
Erstmal gab’s zur Einstimmung ein Gläschen Kinnertön, um auf einen neuen Erdenbürger anzustoßen.

Dann aber sollte der whiskyzentrierte Teil des Abends tatsächlich steigen.

Die Drams des Abends:

Bruichladdich 2006

Bunnahabhain 2004 Mòine

Bowmore 11-year-old

Lagavulin 16-year-old

Finlaggan Feis Ile 2017 VM

Kilchoman Feis Ile 2017

Caol Ila 12-year-old

Port Charlotte Transparency

Auf halber Strecke unterbrachen wir für eine kurze Stärkungspause. Da das gereichte, an sich recht trivial zu backende Apfelbrot nicht nur standing ovations, sondern lautstarke Rufe nach Veröffentlichung des Rezepts nach sich zog, packe ich das aus Transparenzgründen direkt mal hier rein:


Apfelbrot

1½ ℔ Äpfel raspeln
½ ℔ Zucker dazugeben
und 20 Minuten ziehen lassen.
1 ℔ Mehl, 2 Päckchen Backpulver,
100 g Mandeln (gestiftelt oder gehackt)
1 Päckchen Lebkuchengewürz
1 Teelöffel Zimt
1 Fläschchen Rumaroma
miteinander vermengen und zur Apfelmasse dazugeben.

Den Kuchenteig in eine Kastenform füllen und bei 180 °C (Umluft) 60 Minuten backen.


Was gibt es zu den Malts zu sagen?
Einigkeit herrschte in zweierlei Hinsicht: die rote Laterne ging zweifelsfrei an den Finlaggan, während wir ebenso unisono den Bowmore zum Winner-Dram gekürt haben. Das lupenreine Apfelaroma in Kombination mit einer großen Bandbreite von wunderbar harmonisch nebeneinander aufspielenden „Beiaromen“ machte jedes Schlückchen des Bowie zum Ausgangpunkt einer neuen Entdeckung – traumhafter Whisky!
Ansonsten auf dem Treppchen ein Handgemenge zwischen drei/vier Drams nach persönlichem Empfinden (ich sehe da den Port Charlotte auf Zwo und für Platz 3 sehe ich ein größeres Patt). Das hat sich mehr als gelohnt – Dank an dieser Stelle an Eneloop2009, der uns mit den Whiskies versorgt hat.

Da genug aber nie genug ist, floss nach dem Tasting noch ein eiskalter Nobeltje als finales Leckerli durch die Kehlen.

Und damit endete ein aus meiner Sicht supergemütlicher Tastingabend mit wundervollen Gästen, denen ich nochmal herzlich meinen Dank für die absurden Anfahrtswege aussprechen möchte. o_O

Zum Schluss streue ich noch ganz uneigennützig ein, dass wir vor dem Tasting einen kleinen Spaziergang unternahmen und schonmal die Location für das Maltbarn-Tasting im Januar, das WUZ, gespotted haben: das verspricht zumindest von den Räumlichkeiten her ein Volltreffer zu werden – und den Rest verantwortet Martin mit seinem Lineup 😉

Soviel von mir, wir lesen uns – und wer mag, den sieht man im Januar!

Wohl an,
Seb

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